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„Nicht einschüchtern lassen“, Sawsan stellt sich vor

„Nicht einschüchtern lassen“

In der Kultur-Bar „Art-Stalker“ in der Kaiser-Friedrich-Straße hatte Staatssekretärin Sawsan Chebli interessierte Genossinnen und Genossen zu „Sawsan stellt sich vor“ eingeladen. Mit klaren Ansagen zum „Kampf für eine offene, gerechte Gesellschaft“ warb Chebli bei SPD-Mitgliedern um Unterstützung für ihre Bewerbung als Bundestagskandidatin in Charlottenburg-Wilmersdorf. 

Dass so viele gekommen sind, wertet Chebli für ihre Kandidatur als Kandidatin der SPD für den Bundestagswahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf positiv: „So eine Kandidatur ist nichts, was man von heute auf morgen entscheidet. Viele Genossinnen und Genossen haben mich dazu ermutigt, diesen Weg zu gehen. Schon vor einem Jahr. Einige von ihnen sind heute hierher-gekommen, um mich zu unterstützen. Dafür bin ich sehr dankbar. Das ist Rückenwind für meine Kandidatur.“ 

In ihrer Rede an die Genossinnen und Genossen machte Sawsan Chebli zunächst deutlich, dass sie sich in der Partei und im Wahlkreis verwurzelt sieht: „Ich bin mit 21 Jahren in die SPD ein-getreten. Ich mache seit über 20 Jahren sozialdemokratische Politik. Denn keine andere Partei steht so sehr dafür, dass Menschen, die ohne goldenen Löffel im Mund geboren wurden, durch Bildung den Aufstieg schaffen können. Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stellen die sozialen Fragen unserer Zeit am lautesten und beantworten sie am erfolgreichsten. „Wir lassen keinen Menschen im Stich“. „Hier in Charlottenburg-Wilmersdorf habe ich als Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement mit dafür gesorgt, dass Strukturen für das Engagement verstetigt und gefördert werden. Wir haben den Auf- und Ausbau von Freiwilligenagenturen unterstützt, auch hier. Denn Ehrenamt ist gelebte Sozialpolitik! Ehrenamt ist systemrelevant“. Dasselbe gilt für ein weiteres, sozialdemokratisches Kernthema, die Bildungspolitik: „Wir müssen wir noch viel mehr in Bildung investieren, auch in Erwachsenenbildung.“ Auch hier will Sawsan Chebli neue Wege gehen: „Wir müssen Mentorenprogramme und Projekte wie Senior Partner in School strukturell unterstützen und wir brauchen demokratische Bildung an Schulen.“ 

Zu ihren weiteren Schwerpunktthemen zählen insbesondere Fragen der Außenpolitik, die Sawsan Chebli als ehemalige stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes unter Frank-Walter Steinmeier sehr glaubwürdig vertreten kann: „Innenpolitik ist in unserer globalisierten Welt nicht mehr zu trennen vom weltpolitischen Geschehen. Wir erleben gerade, dass der Fall Alexej Nawalny auch ganz speziell Fragen deutscher Sicherheitspolitik tangiert. Deutsche, europäische und internationale Sicherheitspolitik lassen sich nicht mehr trennen. Ich möchte diese Zusammenhänge erklären und transparent machen. Das stärkt das Vertrauen in unsere Demokratie.“ Dies bringt Sawsan Chebli zu einem weiteren Schwerpunktthema: „Mir wird vor-geworfen, ich würde mich ausschließlich dem „Kampf gegen Rechts“ kümmern. Ja, ich kümmere mich um den „Kampf gegen Rechts“ und das engagierter als viele andere! Rechte besetzten in diesen Tagen die Reichstagsstufen, bedrohten Gebäude, Institutionen und schlimmer noch Personen. Sie schwenkten öffentlichkeitswirksam antidemokratische Flaggen. Was für Demokraten wären wir, würden wir nicht auf das Schärfste gegen Rechts kämpfen. Für diese offene Gesellschaft, die es zu verteidigen gilt, stehe ich mit allem was ich habe. Jeden Tag.“ 

In der abschließenden Diskussion mit ihren Gästen wurden besonders die Begleitumstände der Berichterstattung über die Kandidatur thematisiert. Hierzu Sawsan Chebli: „Auch ich werde als Frau und Feministin angegriffen und erlebe übelsten Sexismus. Umso wichtiger ist es, dass wir mehr tun, um Frauen zu ermutigen, ihren Weg zu gehen, sich nicht einschüchtern zu lassen, nicht den Weg frei zu räumen, sondern zu kämpfen für eine gerechte Gesellschaft, für Chancen-gleichheit. Für Gleichstellung. Für Quoten in Führungspositionen. Für ein Paritätsgesetz.“ 

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